Das Leben mit Standardabweichung
13 Jun
Skurrile Geschichten aus dem kleinen Nachbarland rechts unten.
12.06.2007: Japaner zahlten 300 Euro für Gratiskonzert
300 Euro haben einige japanische Touristen für das “Konzert für Europa” in Schönbrunn bezahlt. Obwohl das Konzert eigentlich bei freiem Eintritt stattfand. Das berichtet “Der Standard”.
Quelle: http://wien.orf.at/stories/199547/
11.06.2007: Verdächtiger: “Weil ich an Pascher hab’”
Der mutmaßliche Schütze, der am Montag einen achtjährigen Buben angeschossen hatte, ist festnommen worden. Der 26-jährige Mieter soll auch auf weitere Kinder geschossen haben. Zum Motiv sagte er nur: “Weil ich an Pascher hab’”.
Quelle: http://wien.orf.at/stories/199330/
21.10.2006: Bombendrohung bei AUA-Flieger
Eine AUA-Maschine musste Ende Oktober wegen einer Bombendrohung umkehren und wieder auf dem Flughafen Wien landen. Wie die “Kronen Zeitung” berichtete, handelte es sich offenbar um einen Scherz. Ein Mann wurde angezeigt.
Quelle: http://wien.orf.at/stories/145726/
12 Jun
Zutiefst betroffen musste ich heute von der tragischen Begegnung des palästinensischen Gangsta-Rappers Massiv mit der Abendgesellschaft eines türkischen Kulturzentrums lesen, in deren Rahmen es zu gewalttätigen Ausschreitungen mit mehreren Leichtverletzten kam:
Massenschlägerei nach Konzert: Zuschauer greifen Rapper “Massiv” an – Spiegel Online
Zugegeben, es fällt mir etwas schwer, mich in die Situation zu versetzen. Das Rap-Business mit seinen ungeschriebenen Gesetzen ist mir ein Rätsel. Sollen Schlägereien die eigene Street-Credibility untermauern? Gehört es zum guten Ton, seine Gastgeber bereits zu Beginn des Auftrittes massiv zu beleidigen?
Soviel (Wort-)Gewalt um Nichts – für mich spricht hier die pure Verzweiflung:
“Ihr wollt’n Ghetto-Lied, auf’n Ghetto Beat. Kommt nach Wedding, dann wisst ihr wo das Ghetto liegt. Das ist mein Bezirk, geh hier nicht weg, liebe meine Brüder, widme ihnen diesen Track.”
Berlin-Wedding ist das Karrieresprungbrett des Pro-Rappers, der beim Major Sony untergekommen ist. Dabei dürfen wir seine Herkunft nicht vergessen. Massiv kommt nämlich aus Pirmasens/Pfalz. In nur zwei Jahren hat er es also geschafft, sich zu kleiden und zu verhalten wie ein Junge aus dem Ghetto. Das ist schon eine brave Leistung, Sony weiß dies sicher gebührend zu entlohnen. Da kommt auch eine Massenschlägerei gelegen: Medienwirksam umgesetzt ist sie Teil der bitter notwendigen Publicity eines Emporkömmlings, dessen größtes Problem ein unglaubwürdiges Image ist.
Man kann es ihm auch nicht übelnehmen: Seine eigene Identität zu verkaufen und die Klischees einer benachteiligten Gesellschaftsschicht auszubeuten sind in der knallharten Musikbranche sicher nicht die letzten Opfer, die zu erbringen man bereit sein sollte. Insofern stelle ich mir vor allem eine Frage:
Hätte er die Backpfeifen nicht schon früher verdient?
25 Feb
Servus d’Wadeln!
Doping-Skandal: Österreichische Wintersportler stecken in einer tiefen Krise bei den olympischen Winterspielen 2006 in Turin.
Wintersport, Spritzen, Razzia. Nachdem beim Team Österreich illegales Dopingzeugs gefunden wurde steht die internationale Presse Kopf. Warum eigentlich?
3 Jan
Of the places I’ve been and the things I’ve seen in this world, the last place I thought I’d see was New York. Don’t be fooled, in the back of my mind behind the thoughts of Shakespeare and Green tea, perhaps there was a small dream of the someday and the somehow. But the last two weeks have changed that idea. New York is at the front of my brain now and on Wednesday, I’ll be boarding a plane quite alone to travel there for three days.
(weiterlesen…)
19 Dez
Neues von Charlotte
Für mich ist Fernsehen wie Politik: Während man glaubt, die eigene Stimme der richtigen Partei gegeben zu haben, wird man im Regelfall gleich nach der Wahl von der harten Tatsache enttäuscht, dass das Gewäsch das gleiche bleibt. Unausweichlich.
Beim Fernsehen kann man zwar jederzeit frei sein Programm wählen. Analog zur Politik wird aber überall der gleiche Schrott geblubbert. (weiterlesen…)
23 Okt
Über unerwünschte Werbesendungen per E-Mail wundert man sich heutzutage genausowenig wie über die Tatsache, dass diese zweifelhaften Angebote stets die Günstigsten, Sichersten, schlichtweg: Besten sind. Mit Spam-Mails kann man sich zweifelsohne belustigen. Was hingegen keine Freude bereitet: Die weltweiten Initiativen gegen diese elektronische Plage können kaum Abhilfe schaffen.

28 Sep
Der Typ neben mir nickt mit dem Kopf zum Beat. Die Augen geschlossen wirkt er hochkonzentriert.
Während der EuroCity durch die Nacht gleitet, verfluche ich meinen Leichtsinn, keine Unterhaltungselektronik mit auf den Weg genommen zu haben.
(weiterlesen…)
20 Sep
So langsam erwache ich aus meiner freudenorgieninduzierten Trance: Angela Merkel spricht nicht von einer Videoleinwand an der gegenüberliegenden Hauswand zu mir! JAAA! Und das trotz ihrer Unwiderstehlichkeit:
Das war’s. Etwas Subjektivität muss sein.
13 Sep
I guess I can say I don’t know what it’s like to be political in other countries, because I haven’t had the time or inclination. But I’ll tell you now that it’s hard to be political in the United States. This is especially true if your political beliefs don’t mesh with the commonly held beliefs at large. I have this problem.
(weiterlesen…)
2 Sep
Auch in Zeiten schwerer Katastrophen – wie der Überflutung von New Orleans – halten mutige Autoren “gesellschaftliche Standards” aufrecht: Während Weiße ausnahmslos als Opfer der Fluten stilisiert werden, müssen Schwarze die Pauschalisierung zum Plünderer hinnehmen.
Bravo, Yahoo! Unprofessioneller hätten selbst wir nicht berichten können! Siehe Artikel in Drizzit’s Weblog.
Kommentiert: