Das Leben mit Standardabweichung
24 Nov
Freddie Mercury (* 5. September 1946 als Farrokh Bulsara auf Sansibar; † 24. November 1991 in Kensington, London) war ein britischer Musiker.
Queen – Bohemian Rhapsody
30 Okt
Aus aktuellem Anlass unterbrechen wir die sonst übliche, politische Meinungsfreiheit in diesem Blog für eine wichtige Bekanntgabe:

16 Sep
Da weiss man spontan nicht, ob man lachen oder weinen soll:
Automatischer Absturz
Anfang vergangener Woche sorgte in den USA die Meldung einer Onlinezeitung für Aufregung an den Finanzmärkten: United Airlines, eine der weltgrößten Fluggesellschaften, melde Konkurs an, wurde die Tageszeitung Sun Sentinel aus Florida zitiert. Der Börsenkurs von United brach um 75 Prozent ein. In zwölf Minuten wurden mehr als eine Milliarde Dollar vernichtet. Dabei hatte United gar nicht Konkurs angemeldet. Die Meldung war sechs Jahre alt und wurde aus Versehen von einem Computerprogramm, mit dem Google die Website der Zeitung durchsuchte, als neu ausgegeben.
- sueddeutsche.de
Ich will ja nicht in Science-Fiction abdriften und über den Kampf “Mensch gegen Maschine” philosophieren, auch nicht die Ursache ergründen – es bereitet mir Unbehagen zu erleben, dass die Kontrolle über dieses immer weiter wachsende Netz aus Daten und Informationen längst nicht mehr gewährleistet werden kann – die unvorhersehbaren Folgen werden dabei in Zukunft sicher nicht an Ausmaß abnehmen.
Dagegen sollte man etwas unternehmen. Oh – mein RSS-Reader meldet mir einen neuen Artikel in einem befreundeten Blog. Speichern; ALT+F4.
Die Ironie der Geschichte, die kein Mensch aktualisiert, redigiert und auf der Website veröffentlicht hat, ist laut Wall Street Journal die, dass anschließend die Aktie von United an der Börse teilweise auch ohne Zutun von Menschen verkauft wurde – Computerprogramme stoßen verlustreiche Aktien angeblich von alleine ab. Die Enthüllung und ihre Konsequenz – alles lief vollautomatisch.
- sueddeutsche.de
11 Sep
Mal wieder zufällig auf dem Blog dhaunsch.com gewesen und in das alte Filmrätselstöckchen reingeschaut, war ich echt überrascht, dass dieses nicht nur noch läuft, sondern nachwievor fleißig protokolliert wird.
Nachdem ich dann bei TheRudi glücklicherweise “The Cell” richtig erraten habe, darf ich die Runde #1053 austragen. Ich fürchte aber, dass mein Beitrag keine Herausforderung für die Filmgurus sein wird
Voilà:
Thomas vom filmblog.ch hat “Miller’s Crossing” von den Coen-Brüdern richtig erraten. Einer dieser Filme, die man sehen sollte! Wir freuen uns auf die nächste Runde
3 Sep

“Dieses Symbol wird man sich merken müssen”
Quelle: Keine Ahnung mehr.
Man konnte diesem Thema heute ja auch nicht ausweichen: Jede große Onlineredaktion schien sich über die vergangen zwei Tage nur mit den News über den neuesten Coup von Google zu befassen:
Sueddeutsche.de: Neues Web-Werkzeug
Sueddeutsche.de: “Bequem, aber kritisch!”
Spiegel Online: Schlank, schnell, stabil.
Spiegel Online: Lob, Liebeshymnen und ein großes Loch
FAZ.net: Wird Mono-Chrome zum Monopol?
Stern.de: Chrome braust allen davon
Stern.de: Das Google-Dilemma
Golem.de (8 Seiten!): Betaversion des Browsers ist da
heise.de: Google greift Microsoft mit eigenem Browser an
heise.de: Googles Webbrowser Chrome wühlt das Web auf
Bild.de: Web-Rüsten im Browser-Krieg
Es wurde wohl so ziemlich alles bereits gesagt. Fakten, Theorien, Befürchtungen und gar erste Bugs.
Individuelle Produktnummern der Software (die eine eindeutige Identifizierung ermöglichen), personalisierte Inhalte auf Startseiten, automatisierte Suchunterstützung (die jeden Tastenanschlag an Google übermittelt), Inkognito-/”Porno”-Modus, minimalistische Bedienelemente, schnellere Javascript-Engine, OpenSource Quellcode, effizienteres Speichermanagement und erste fatale Bufferoverflows durch simple, undefinierte Handler (Für Chrome-User war der obige Link “erste Bugs” bereits ein Programmabsturz): So ist meine Bilanz des ersten Versuchstages, aber derer gleichen wird man bereits endlos lesen können. Wer noch was ergänzen mag, bitte!
Am Ende eines ausgedehnten Tages im Internet stelle ich fest: Chrome ist verdammt und verdammt dazu, gut zu sein. Das Echo könnte nicht ambivalenter und ich nicht unschlüssiger sein.
Auf der einen Seite werden technische Innovationen wie die in Dänemark entwickelte Javascript-Engine gefeiert, auf der anderen Seite kommt es durch einfachste Fehleingaben zu Totalabstürzen (Merke: es ist eine Beta-Version!). Diffuse Ängste der Usermassen bescheren Datenschutzskeptikern ein breites Publikum (was zur Zeit in Deutschland freilich nicht gänzlich unbegründet sein mag), während gleichzeitig die Faszination an personalisierten Inhalten ungebremst wächst.
Ich habe Chrome installiert und getest und verworfen. Wieder gestartet, weiter getestet und erneut beendet. Damit gehöre ich immerhin zu 2,6% der Web-Benutzer weltweit Marktanteil des Browsers. Zwölf Stunden nach Veröffentlichtung eine beachtliche Zahl.
Das Ding der Bequemlichkeit: Ich behaupte jetzt einfach mal, dass dieser Trend anhält. Diese Vermutung fußt auf über 10 Jahren Computererfahrung und der eingebildeten Kenntnis darüber, dass der druchschnittliche User/die Masse sich von schlichter Anwenderfreundlichkeit überzeugen lässt. Google mit seiner Fülle an kostenlosen Angeboten, hat in meinen Augen jedenfalls das größte Potential, diese Ansprüche zu befriedigen.
Ich musste jedenfalls erst kürzlich hunderte Euro in teure Markensoftware investieren. Alles aufgrund von Standards in Wirtschaft und Forschung. Eines stand danach für mich fest:
Ich gebe gerne die paar Daten über mich frei, wenn Standards in Zukunft kostenlos sind. Die Synergie aus Google und OpenSource könnte sich als wegweisend bewahrheiten; ebenso gut könnte sie grandios scheitern. Ich bin gespannt.
11 Aug
ORF.at habe ich soeben entnommen, dass Isaac Hayes (ich berichtete zuvor) heute im Alter von 65 Jahren, kurz vor seinem 66. Geburtstag, aus bisher ungeklärten Gründen verstorben ist.
Ein Nachruf:
3 Aug
Element of Crime / Sven Regener hab ich schonmal irgendwo gehört. Dass ich nie reingehört habe, bedauere ich gerade aber kein bisschen: Für mich öffnet sich gerade eine neue Welt deutscher Liedermacher.
Der Song kommt genau zur richtigen Zeit, trifft einen Nerv. Schön…
Ich bin der Wischmop für die Tränen
und der alte Hund, der für Dich beisst und bellt.
Wo Deine Füße stehen
ist der Mittelpunkt der Welt.
…ja, vielleicht wirst Du es lesen, Chérie…
Element of Crime – Mittelpunkt der Welt
16 Jun
Werte Freunde des Fussballs, die EM macht heute Pause: Egal wer heut’ gewinnt und wer verliert – entweder Deutschland oder Österreich fliegen raus. Da mir keine der beiden Optionen gefällt, werde ich heute nicht in die Fanzone zum Public-Viewing gehen.
Außerdem regnet es.
12 Jun
Mit der Schweiz ist gestern einer der beiden EM-Gastgeber gegen die Türkei ausgeschieden. Nach der 1:0 Führung in der ersten Halbzeit und einem starken Spiel der Schweizer gelang der Türkei gegen Ende des Spiels nicht nur der Ausgleich sondern auch der 1:2 Führungstreffer. Tragisch – ich hätte den Gastgebern Erfolg gewünscht.
Damit komme ich in ein Dilemma: Jetzt MUSS ich ja quasi aus Mitleid für Österreich sein und für die Rot-Weiss-Roten Daumendrücken, dass sie nicht auch das gleiche Schicksal ereilt, denn: Mit jeder Niederlage im Vorfeld der EM stieg in Österreich die Hoffnung auf den EM-Sieg. Das zu beobachten war faszinierend, denn es grenzt an Verdrängung der Rationalität. So lautet der Schlachtruf im Stadion “Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich” – dabei ist die einzige Konstante der Alpennation die schwache internationale Leistung: immer wieder haben sie verloren.
Bewusst sind sich die Ösis zwar allemal, aber keiner, auch ich nicht, will den Teufel die Wand malen. Vielleicht gelingt ihnen ja ein zweites Cordoba und hoffentlich geht’s auch dann noch weiter, denn, jetzt kommt’s:
Beim Public-Viewing haben die Austria-Fans sowohl die kroatische, als auch die deutsche Nationalhymne ausgebuht – das hat man von keiner anderenGruppe erlebt. In der Stadt pöbeln Gruppen von Jugendlichen jeden Schwarz-Rot-Gold-tragenden an (”Ohne Deutschland, fahren wir nach Wien”) und in der Fanmeile habe ich mir “Geh, schleicht’s eich, ihr Saupreissn” schon mehrmals anhören dürfen.
Ein Ausscheiden der Österreicher wäre womöglich fatal für die Stimmung im Austragungsland. Nicht, dass die ganze Nation plötzlich ein schlechter Gastgeber wäre, aber können sie auch gute Verlierer sein?
10 Jun
“Oida, zefix!”
In der Stadt ist die Hölle los! Zum heutigen Spiel Griechenland gegen Schweden haben sich enorme Massen an Fans in der Stadt versammelt. Das Spiel wird heute ab 20:45Uhr im Salzburger EM-Stadion ausgetragen und ganz Salzburg ist in Ausnahme-Zustand. Um mich herum in der Altstadt scheint die sonst übliche Gelassenheit eine Pause zu machen und alles rotiert um das Spiel und seine Fans.
Ein bis zwei Hubschrauber kreisen unentwegt über dem historischen Zentrum, die Polizeipräsenz ist allgemein sehr hoch. Neben Sicherheitskräften im Altstadt-Supermarkt oder der normalen Polizei sind auch Sonderkräfte der jeweiligen Gastnationen vertreten. Es ist zwar bisher nix grobes passiert, aber man fühlt sich jedenfalls sicher und sorgt vor: Seit 14 Uhr darf laut einer polizeilichen Anordnung kein Alkohol mehr verkauft werden, wenn der Käufer als Fussball-Fan zu erkennen ist (!). Praktisch steht dann die Security im Supermarkt vor der Kasse und erklärt in verschiedenen Sprachen den völlig verdutzten Fans, dass sie kein Bier mehr haben können, weil sie ein Fussball-Trikot tragen. Sobald sie dieses aber ausziehen, können sie soviel Bier haben, wie sie wollen – so standen im Billa gerade gut zehn Männer an der Kasse – oben ohne, aber mit massenweise Dosenbier. Verstehe diese Anordnung wer will – um 14 Uhr waren die meisten eh schon zu besoffen, um noch den Weg zum Bierregal zu finden.
Griechen haben sich nun auch endlich in Salzburg eingefunden. Die Plätze um die Fanzone füllen sich mit Menschen. Heute dominieren eindeutig schwedische griechische Flaggen das bunte Treiben am alten Markt, es ist laut. Dem Gegröhle, Hupen und Trommeln kann man sich in der Altstadt nicht entziehen, ich wünschte mir nur eine Videokamera um es zu dokumentieren.
Auf jeden Fall werde ich mich gleich wieder in Richtung Fanzone begeben – heute muss es einfach großartig werden
Tag 4 des ersten Spieltages
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