Das Leben mit Standardabweichung
20 Sep
Bin soeben über einen Heise-Artikel gestolpert, der mich zu einem Artikel des Wissenschaftlers Richard Dawkins geführt hat. Dieser zerlegt in seinem Online-Artikel das Buch des türk. Kreationisten Harun Yahya.
Auszug:
In 2006, I was one of tens of thousands of academic scientists all around the world who received, unsolicited and completely free, a huge and lavishly illustrated book called Atlas of Creation by the Turkish Muslim apologist Harun Yahya. The thesis of the book, which was published in eleven languages, is that evolution is false. The main ‘evidence’ consists of page after page of beautiful photographs of fossil animals, each one accompanied by a modern counterpart that is said to have changed not at all since the time of the fossil. It is a large-format book, a thick coffee-table book with more than 700 high-gloss colour pages. The cost of production of such a book must have been extremely high, and one is bound to wonder where the money came from to produce it and then distribute it gratis in so many copies and so many languages.
Hier der LINK zum ganzen Artikel, wo Richard Dawkins Fehler aufzeigt:
Einmal verwechselt der Autor eine Seeschlange mit einem See-Aal; dann Anemonen mit See-Sternen. Er vergleicht immer das Fossil mit einem heute noch lebenden Vertreter seiner Art und behauptet: 280 Millionen Jahre keinerlei Entwicklung würden die Evolution widerlegen und Gott bewiesen.
Dazu will ich mir nun weder eine Meinung noch ein Urteil erlauben – kann euch aber die süffisante Feststellung nicht vorenthalten, dass das zum Vergleich mit einer fossilen Fliege dargestelte “Insekt” kein Vertreter der gleichen Gattung ist.
Um genau zu sein ist es nichtmal ein Lebewesen, sondern ein fliegenförmiger Angelköder aus Plastik mit Metallhaken.

By now, we have come to expect something pretty good when we look at the photograph of the modern animal. What will the modern ‘caddis fly’ be? A minnow, perhaps? A garden slug? A king prawn? No, in a way is better than any of these: A fishing lure, complete with prominent steel hook!
Quelle: richarddawkins.net
UPDATE: SPIEGEL ONLINE hat heute (Montag, den 22.09.08) ein Interview mit Harun Yahya (Pseudonym eines Mannes namens Adnan Oktar, wie ich darin erfahren habe) veröffentlicht. Eine Frage behandelt auch die Auseinandersetzung mit Richard Dawkins:
SPIEGEL ONLINE: Richard Dawkins, einer der prominentesten Vertreter des neuen Atheismus, hat seinen Bestseller “Der Gotteswahn” jüngst auf Türkisch veröffentlicht. 15.000 Exemplare sollen bereits verkauft worden sein. Er schreibt unter anderem, dass Religion eine Ursache für Terrorismus sein kann.
Oktar: Der Darwinismus ist die Grundlage für Hitlers und Mussolinis Faschismus und Stalins Kommunismus. Und wenn wir uns die Gegenwart anschauen, dann sehen wir, dass alle Terroristen – auch diejenigen, die sich selbst als Muslime betrachten – in Wahrheit Darwinisten und Atheisten sind. Ein gläubiger Mensch, der regelmäßig betet, legt keine Bomben. Das machen nur Menschen, die vorgeben, Muslime zu sein – oder Darwinisten, die klar sagen, dass sie Terroristen oder Kommunisten sind. Folglich sind sie alle Darwinisten.
Quelle: SPIEGEL ONLINE
3 Sep

“Dieses Symbol wird man sich merken müssen”
Quelle: Keine Ahnung mehr.
Man konnte diesem Thema heute ja auch nicht ausweichen: Jede große Onlineredaktion schien sich über die vergangen zwei Tage nur mit den News über den neuesten Coup von Google zu befassen:
Sueddeutsche.de: Neues Web-Werkzeug
Sueddeutsche.de: “Bequem, aber kritisch!”
Spiegel Online: Schlank, schnell, stabil.
Spiegel Online: Lob, Liebeshymnen und ein großes Loch
FAZ.net: Wird Mono-Chrome zum Monopol?
Stern.de: Chrome braust allen davon
Stern.de: Das Google-Dilemma
Golem.de (8 Seiten!): Betaversion des Browsers ist da
heise.de: Google greift Microsoft mit eigenem Browser an
heise.de: Googles Webbrowser Chrome wühlt das Web auf
Bild.de: Web-Rüsten im Browser-Krieg
Es wurde wohl so ziemlich alles bereits gesagt. Fakten, Theorien, Befürchtungen und gar erste Bugs.
Individuelle Produktnummern der Software (die eine eindeutige Identifizierung ermöglichen), personalisierte Inhalte auf Startseiten, automatisierte Suchunterstützung (die jeden Tastenanschlag an Google übermittelt), Inkognito-/”Porno”-Modus, minimalistische Bedienelemente, schnellere Javascript-Engine, OpenSource Quellcode, effizienteres Speichermanagement und erste fatale Bufferoverflows durch simple, undefinierte Handler (Für Chrome-User war der obige Link “erste Bugs” bereits ein Programmabsturz): So ist meine Bilanz des ersten Versuchstages, aber derer gleichen wird man bereits endlos lesen können. Wer noch was ergänzen mag, bitte!
Am Ende eines ausgedehnten Tages im Internet stelle ich fest: Chrome ist verdammt und verdammt dazu, gut zu sein. Das Echo könnte nicht ambivalenter und ich nicht unschlüssiger sein.
Auf der einen Seite werden technische Innovationen wie die in Dänemark entwickelte Javascript-Engine gefeiert, auf der anderen Seite kommt es durch einfachste Fehleingaben zu Totalabstürzen (Merke: es ist eine Beta-Version!). Diffuse Ängste der Usermassen bescheren Datenschutzskeptikern ein breites Publikum (was zur Zeit in Deutschland freilich nicht gänzlich unbegründet sein mag), während gleichzeitig die Faszination an personalisierten Inhalten ungebremst wächst.
Ich habe Chrome installiert und getest und verworfen. Wieder gestartet, weiter getestet und erneut beendet. Damit gehöre ich immerhin zu 2,6% der Web-Benutzer weltweit Marktanteil des Browsers. Zwölf Stunden nach Veröffentlichtung eine beachtliche Zahl.
Das Ding der Bequemlichkeit: Ich behaupte jetzt einfach mal, dass dieser Trend anhält. Diese Vermutung fußt auf über 10 Jahren Computererfahrung und der eingebildeten Kenntnis darüber, dass der druchschnittliche User/die Masse sich von schlichter Anwenderfreundlichkeit überzeugen lässt. Google mit seiner Fülle an kostenlosen Angeboten, hat in meinen Augen jedenfalls das größte Potential, diese Ansprüche zu befriedigen.
Ich musste jedenfalls erst kürzlich hunderte Euro in teure Markensoftware investieren. Alles aufgrund von Standards in Wirtschaft und Forschung. Eines stand danach für mich fest:
Ich gebe gerne die paar Daten über mich frei, wenn Standards in Zukunft kostenlos sind. Die Synergie aus Google und OpenSource könnte sich als wegweisend bewahrheiten; ebenso gut könnte sie grandios scheitern. Ich bin gespannt.
3 Sep
Beeindrucke Choreografie in einem Take: Studenten der Hochschule Furtwangen haben im Juli 2008 das weltweit erste “University LipDub” unter dem Motto “What do you do after Studying” lanciert. Wir finden das gut!
Auf der Webpräsenz der Hochschule heisst es dazu offiziell:
University LipDub zeigt eine mehr als 4-minütige sogenannte Plansequenz mit etwa 60 “Sängern”, Statisten und sogar einem Professor. Es gibt also keinen einzigen Schnitt in der gesamten Produktion! Gedreht wurde im Juni 2008 im I-Bau der Hochschule Furtwangen.
Muss ja ein Aufwand gewesen sein, so viele Leute dafür zu gewinnen und lustig zu arrangieren, dass ich nur staunen kann. Welch Präzision! Wenn das ein Trend wird, dann… wie könnte es keiner werden?
University Lipdub (HS Furtwangen) – Nine Days -”257 weeks”
3 Sep
“Und ich so: Hä?”
Klicke soeben mal wieder auf youtube umher und wundere mich: gestern wurde der Songtext in diesem Musikclip aber noch nicht eingeblendet – eine neue Version des Videos etwa? Nein, der Bereitsteller sowie das Datum sind identisch (warum auch immer ich mir das gemerkt habe…). Ein bisschen probieren und, tatsächlich: Youtube blendet seit heute die Lyrics bekannter Songs und Interpreten direkt über den Filmen ein. Die Quellen liegen dabei vermutlich auf externen Seiten.
In den News des Tages finden sich diesbzgl. noch keine Hinweise. Seit Februar 2008 soll das zwar mit dem Nachrüsten des sog. Greasemonkey-Scripts möglich gewesen sein, da ich aber weder dieses noch ein anderes Plugin im Firefox verwende, schließe ich darauf, dass diese Technologie von Seiten Youtube nun serverseitig implementiert wurde.
Naja, wie auch immer. Ich wollte nur mal “ERSTER!!!” beim Bloggen sein
UPDATE: Wie auch immer das funktioniert, es scheint doch eher eine Ausnahme bei nur ausgesuchten Clips zu sein. Mir ist es derweil noch schleierhaft, aber es erscheint logisch, dass es kein von Youtube implementiertes Feature sein kann: Neben Bild und Ton wollen die sich doch nicht auch noch die unnötigen Klagen für Rechte an den Texten aufbürden?
Handelt es sich um eine rechtliche Grauzone, die Google durch Einbeziehen externer Quellen auslotst? Bei dem geringen Angebot an Videos geradezu unwahrscheinlich. Eine technische Rafinesse seitens des Benutzers, der die Videos alle hochgeladen hat ercheint mir vorerst plausibler.
Oder haben Element of Crime gar persönlich ihre Songtexte einpflegen lassen?
“Wo die Neurosen wuchern will ich Landschaftsgärtner sein und Dich will ich endlich wieder sehen”.
Beispiel: Element of Crime – Straßenbahn des Todes
27 Jun
SZ-Magazin, Ausgabe 25/2008:
Helden wie wir
Die meisten deutschen Stars kommen aus der Provinz. Wir haben uns mal vorgestellt, sie wären einfach dort geblieben, statt reich und berühmt zu werden.
Quelle: sueddeutsche.de
Die Bildserie mit Fotomontagen unter anderem von Iris Berben, Dieter Bohlen und Jürgen Klinsmann, findet sich online im SZ Magazin [hier].
24 Jun
“Zellteilung für Geeks”
20 Jun
10 Mrz
Meiner Meinung nach der schönste User-Generated-Content EVER! ![]()
Das Original von simonscat, hosted by youtube. Enjoy.
Teil 1: Cat Man Do!
Teil 2: Let me in!
Wir freuen uns schon auf mehr
10 Feb
EXKLUSIV: Wir haben uns die Rechte gesichert, den einflußreichen Youtube-Systemkritiker Osnposn zu interviewen! Demnächst wird er uns im Gespräch auf errorblog.com und pasqualle.com Einblicke in seine Projekte gewähren und uns vielleicht in seinen nächsten Streich einweihen. Unter Konsumnation.de kündigt sich bereits eine feste Internetadresse an, auf die wir bisweilen verweisen möchten
27 Dez

Subject to Copyright – errorblog.com
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