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Das Leben mit Standardabweichung

Archiv der ‘05_kulturschenke’ Kategorie

Es gibt immerhin Aufschluss über einen Regisseur. Da auf Kinos verwiesen wird handelt es sich wohl um ein Filmplakat - trotzdem weiss ich nicht wirklich, worum es geht. Ich kann es euch also nicht sagen. Aber mir ist das grad pillepalle, mich fasziniert in erster Linie die Symbolgewalt dieser simplen Grafik. Zum polnischen Titel (wie bereits in CeRealtities Blog erörtert):

Wörtlich übersetzt sagt es “Frauenerziehung in der Tschechai” - aber “panien” bzw der nominativ singular “panna” (’pan-na’ gelesen), obwohl mit “Dame” zu übersetzen, ist die läufigste Bezeichnung einer Prostituierten in Polen. “Schlampenerziehung” wäre imho die passendste Übersetzung.

wychowanie panien w czechach

Liebe Herren in den Chefetagen amerikanischer Filmstudios, nehmen Sie sich an diesem Werk ein Beispiel für funktionierde Werbung. Der mündige Beobachter notiere “weniger ist oft mehr” und schließe sich mir an zum Abtauchen in die Welt dieses Print-Kunstwerkes. Zegnam serdecznie!

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  • Filmtip: Thank you for smoking

    Keinen Grund ins Kino zu gehen: Bitte schaut euch Thank you for smoking an, bevor ihr Geld für Hollywood spendet.

    Thankyou for smoking!

  • Link: IMDB: Thank you for smoking
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  • Hats off to Holly

    Mit achtzehn bin ich mal für fiel Schotter nach Frankfurt auf ein Oasis-Konzert gefahren. Mit Daniel jeweils 60 Eier für Anreise und Karten gelöhnt, Kamera abgenommen bekommen und 45 Minuten lang vier besoffene Briten auf der Bühne erlebt, die das Konzert schießlich wortlos abbrachen. Nicht dass mich das desillusioniert hätte, ich fühlte mich einfach nur behumst. Zuerst pfiffen wir sie im Chor ab, dann buhten wir im Kanon der Enttäuschung. Danach fuhren wir nach Hause und suchten uns neue Lieblingsbands.

    Holly Golightly and Band - Autogramme

    Vor kurzem dann erlebte ich Kurt Wagner. Beim signieren meiner LP dankte er mir für’s Kommen, bot mir eine Zigarette an und fragte, wie mir das Konzert gefallen hatte. Neben netten Fotos und herzlichem Smalltalkt mit der Band nahm ich vor allem eines mit: Das beruhigende Wissen, dass es in der grauen Masse von Musikern noch einige ehrliche Künstler gibt.

    Ich definiere diese hauptsächlich durch eines: sich selbst und seinen Leidenschaften treu zu bleiben - trotz der Möglichkeit, durch den Verkauf seiner Kunst im Rahmen einer “Mainstreamalisierung” schnelles Geld zu machen. Bescheidenheit - in gewissem Sinne.

    The Divine Comedy, Lambchop oder die Super Furry Animals sind somit nicht nur Bands, die ich gern höre: Sie verkörpern Ideale, die ich bewunderns- und anstrebenswert finde. Eine Künstlerin verdient in genau diesem Punkt ganz besonderen Respekt: Mrs. Holly Golightly Smith.
    Die heute gefundene arte - Reportage über die Dame, welcher ich bereits einen Artikel gewidmet habe, ist der Anlass für den dem Youtube - Clip folgenden Lobesgesang.

    Am 2. April 2006 hatte ich das Glück, sie live im “schocken” - Stuttgart zu sehen, ein Ereignis allererster Ohrensahne: Tom Heinl als an dieser Stelle empfohlener Anheizer gefolgt von Holly Golightly’s Auftritt für Liebhaber authentischer Musik. Aber was pasQualle und ich noch erleben sollten, stellt jeden MTV-Backstage-Pass in den Schatten!
    Werde ich nie vergessen, wie wir nach 2 Autogrammen fragten und auf Hollies Einladung hin für 2 Stunden mit der versammelten Crew die Vorzüge deutschen Caterings eruierten und jede Menge persönliche Fragen stellen durften. So erfuhren wir aus erster Hand, dass die Eltern begeisterte Fans von “Breakfast at Tiffany’s” waren - daher der Name. Zudem diskuttierten wir über den im Netz weit verbreiteten Irrglauben Holly sei gebürtige Amerikanerin, bekamen exklusiv Anekdoten über die White Stripes erzählt und priesen im Gegenzug das herrliche Tannenzäpfle an. Wir bekamen nicht nur Autogramme aller Anwesenden, wir durften sogar Bar und Buffet plündern. Das wichtigste aber war: Zum Abschied sagten sie “You’re welcome” - und so fühlten wir uns wahrhaftig.

    In diesem Sinne: Wenn euch das Video Appetit auf die Musik macht oder ihr bereits einige Tracks von Holly aus dem Netz geladen habt - geht in den nächstbesten Laden und kauft euch eine Platte, sie wird euch lange begleiten.


    Sie wollen mehr über Holly Golightly wissen?
  • http://www.errorblog.com/2005/07/14/25/
  • Nimm Dir Essen mit…

    Kurz vor Blogschluss erreicht uns die göttliche Eingebung Reinald Grebe mit einem bescheidenen Eintrag in unseren Mediensammlung zu würdigen. Ein Kölner Musikkabarettist. Und gut ist er auch!

  • Reinald Grebe - Brandenburg
  • Rainald Grebe “Das Robinson-Crusoe-Konzert”
    SA, 01.12.07 - Gaggenau, Klagbühne

    Still Life

    Schaurig guter Kurzfilm!

    Director: Jon Knautz | Canada
    Dauer: 8:35 min

    Quelle: Atomfilms.com

    Subjektiv betrachtet:

    American Beauty - Die Flatternde Tüte

    christian: die im wind flatternde plastiktüte aus american beauty kennse?
    christian: und die mona lisa kennse auch?
    martin: ja
    christian: objektiv betrachtet hat die tüte keine chance gegen die mona lisa, weil man maßstäbe braucht, um sie zu beurteilen
    christian: wie ist “es” gemacht worden? wie hat der produzent es entwickelt, was hat er sich dabei gedacht?
    christian: aber subjektiv… ist die tüte, wenn der junge aus american beauty in sich hineinlauscht, GOTT für ihn… und das schlägt die mona lisa.

    pasQualle 3.0

    Herzlichen Glückwunsch zu Deiner eigenen WP-Platform :)

    pasQualle

    www.pasqualle.com

    Wahrhaftig, zapperlott!

    Neil HannonAls Ohrwurm hätte ich ihn derweil nicht mehr bezeichnet. "A Lady of a certain age" von The Divine Comedy ist laut last.fm dennoch der meistgehörte Song meiner Playlist, ein Klassiker meines Repertoires, nachwievor demonstrativ ein Aushängeschild meiner musikalischen Leidenschaft und läuft heute wieder in Schleife. Noch nie fühlte ich mich so vermeintlich intelligent wie in jenem Moment kurz nach Feierabend, in dem mein iPod mir die Muse verlieh ein weiteres Geheimnis dieses Liedes zu entdecken:

    "You had to marry someone very, very rich, so that you might be kept in the styles of which you had all of your life been acustomed to, but that the socialist had taxed away from you".

    Zu Deutsch: "Du musstest jemanden sehr, sehr reiches heiraten um den Lebensstil zu bewahren, den Du Dein ganzes Leben gewohnt warst, den die Sozialisten Dir aber durch Steuern genommen haben".
    Ist es vermessen, eine so subtile Andeutung des Verscheidens ihrer Eltern als genial zu bezeichnen? Vielleicht.
    Was ich nicht vermessen finde, ist es eine Bildungslücke zu nennen, The Divine Comedy nicht zu kennen.

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  • Indie - dem Label nach?

    Eigentlich hat der Herr Arno Frank ja vieles gut auf den Punkt gebracht:

    http://www.taz.de/pt/2007/01/22/a0163.1/text

    Ist schon richtig, dass es mit dem Begriff nicht so einfach ist. Was es da nicht so alles gibt, das im Volksmund mit dem Prädikat "Indie" versehen wird. Ob nun der Spiegel oder die taz - über die Verkaufszahlen diverser in diese Kategorie gesteckter Alben und Künstler und Stereotypen weiss so ziemlich jeder was zu sagen.

    Mir erscheint aber gerade der oben verlinkte Gedankengang ein wenig abwegig: suggeriert er nicht gewissermaßen einen fixen Zusammenhang zwischen "Indie" im Sinne der Unabhängigkeit und der Welt des Kommerzes? Sollen Oasis und The Shins als Philosophen eines Gesellschaftstrends herhalten, wenn sie Ihre Theorie als Antwort auf eine im finaziellen Kontext gestellte Frage formulieren? Als Hörer genannter Bands fühle ich mich nämlich angesprochen, in eine Schublade gesteckt und mit Klischees behaftet: wie bitte soll ich mich also damit identifizieren?
    Der grobe Unterschied in der Sichtweise liegt für mich in der umgekehrten Perspektive: Es sind nicht die hippen Bands, die den Begriff "Indie" definieren, weil wir ihre Alben in die entsprechenden Regale im Fachhandel einsortiert wissen.

    Wir normalen Leute definieren "Indie" durch ein Lebensgefühl welches jedem seinen individuellen Antrieb verleiht. Wir normalen Leute, die auch iPods besitzen und Markenschuhe tragen, bei BurgerKing essen und vielleicht auch Britney Spears mögen. Wir normalen Leute, für die Verkaufszahlen und Millionengewinne nichts über die Qualität aussagen.

    Ich persönlich habe eine sehr simple Antwort auf die Frage nach der Definition des Begriffes. Genauergesagt ist sie Dekaden alt und von Timothy Leary:

    "Question Authority, Think For Yourself!"
    (dt. "Hinterfrage Autoritäten, denke eigenständig!")

    Damit fühle ich mich besser, da es mich vom Verdacht befreit ich wäre als Indie-Hörer ergebener Sklave eines Trends, einer Mode. Dem Ansatz nach kämen wir auch zu dem Umkehrschluss, liebe Medien, dass "Indie", korrekt abgeleitet von "Independent", weniger durch Major Labels denn durch uns Konsumenten definiert wird und eigentlich Anerkennung künstlerischer Leistung bedeutet.

    Schade also, dass auch die taz den Begriff auf die ökonomische Ebene reduziert.
    Zum Glück muss ich das nicht so sehen.

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  • Internet-Subkultur

    In den letzten Tagen, die ich die meiste Zeit in der allseits bekannten Parallelwelt called Internetz verbracht habe, bin ich über ein paar Blogs in die Tiefen der Internet-Musik-Kunst-Design Subkultur gefallen. Man könnte sagen ich habe mich verirrt, denn die Anzahl an sehenswerten Seiten, Magazinen und Blogs lässt meine Bookmarks jetzt schon bersten, obwohl ich mich höchstwahrscheinlich erst an der Oberfläche dieser Art menschlicher Verwirklichung befinde.
    Ich werde versuchen, in mehr oder minder regelmäßigen Abständen, meines Erachtens, herausragende Projekte und/oder Künstler vorzustellen.

    Das Bastardlogo Magazine soll meine erste Vorstellung sein.

    Bastard ist ein kostenloses Internet-Magazin in Form eines pdf’s dessen Focus auf Künstlern und ihren Arbeiten der Stilrichtungen digital design, illustration, photography liegt. Man findet darin Artikel, Reviews, Interviews aber auch Features zu Film, Fashion, Musik, Lifestyle und vielem mehr. Zudem kann man als Kreativist seine Arbeiten dort einreichen und hat somit einen Weg an die Öffentlichkeit gegeben. Hier kann man sich die aktuelle 5. Ausgabe downloaden.

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