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Das Leben mit Standardabweichung

Archiv der ‘05_kulturschenke’ Kategorie

Zum 24. November

Freddie Mercury (* 5. September 1946 als Farrokh Bulsara auf Sansibar; † 24. November 1991 in Kensington, London) war ein britischer Musiker.

Zum Todestag des größten Vokalisten aller Zeiten:

Queen – Don’t try so hard

Das Label City Slang [...], bringt das kommende Album der US-Alternative-Country-Band Lambchop als Beilage der Oktoberausgabe des Rolling Stone in Deutschland auf den Markt.
Quelle: pop100.de

Was auch immer “unorthodoxe Veröffentlichungsmethoden” (siehe Quelle) heissen mag… Ich habe sogar schon den Kommentar vernommen, dieser Schritt sei “Kommerz”. Was auch immer: Lambchop schenken uns ein weiteres Album.

“Die weiterhin abnehmenden CD-Verkäufe treffen vor allem jene Musiker, die keine Unterstützung in den Massenmedien finden. Umso notwendiger wird es, (leider immer noch) heimlichen Talenten wie Kurt Wagner eine adäquate Plattform zu liefern. Der Aufpreis von 1.40 Euro sollte für Lambchop-Fans ein Schnäppchen – und für Neueinsteiger ein preiswerter Appetizer sein.”
Quelle: pop100.de

Diese Aussage von Rolling Stone Chefredakteur Bernd Gockel kann ich nur bekräftigen: Lambchop gehören nachwievor zu den “most underrated” Bands die ich kenne und haben jede Publicity redlichst verdient: Qualität vor Quantität!
Als Beispiel möchte ich gerne den ersten Track des Albums “What another man spills” anführen: “Interrupted”, ein mittlerweile zehn Jahre altes Meisterwerk des Gitarrenspiels.

Lambchop: “Interrupted”

Nudeln. Was Studenten eben so kochen.

Als Alternative zu den guten Fertigsugo von z.B. Barilla habe ich ein bewährtes Rezept für eine schnell zubereitete Portion “Carbonara” für bis zu vier Personen mit dem Prädikat “selbstgemacht” :)

Rezept Nr.3: Spaghetti alla carbonara


Foto: privat – Mattes Boch
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  • Youtube-Musik mit Songtexten

    “Und ich so: Hä?”

    Klicke soeben mal wieder auf youtube umher und wundere mich: gestern wurde der Songtext in diesem Musikclip aber noch nicht eingeblendet – eine neue Version des Videos etwa? Nein, der Bereitsteller sowie das Datum sind identisch (warum auch immer ich mir das gemerkt habe…). Ein bisschen probieren und, tatsächlich: Youtube blendet seit heute die Lyrics bekannter Songs und Interpreten direkt über den Filmen ein. Die Quellen liegen dabei vermutlich auf externen Seiten.

    In den News des Tages finden sich diesbzgl. noch keine Hinweise. Seit Februar 2008 soll das zwar mit dem Nachrüsten des sog. Greasemonkey-Scripts möglich gewesen sein, da ich aber weder dieses noch ein anderes Plugin im Firefox verwende, schließe ich darauf, dass diese Technologie von Seiten Youtube nun serverseitig implementiert wurde.
    Naja, wie auch immer. Ich wollte nur mal “ERSTER!!!” beim Bloggen sein ;)

    UPDATE: Wie auch immer das funktioniert, es scheint doch eher eine Ausnahme bei nur ausgesuchten Clips zu sein. Mir ist es derweil noch schleierhaft, aber es erscheint logisch, dass es kein von Youtube implementiertes Feature sein kann: Neben Bild und Ton wollen die sich doch nicht auch noch die unnötigen Klagen für Rechte an den Texten aufbürden?
    Handelt es sich um eine rechtliche Grauzone, die Google durch Einbeziehen externer Quellen auslotst? Bei dem geringen Angebot an Videos geradezu unwahrscheinlich. Eine technische Rafinesse seitens des Benutzers, der die Videos alle hochgeladen hat ercheint mir vorerst plausibler.
    Oder haben Element of Crime gar persönlich ihre Songtexte einpflegen lassen?

    “Wo die Neurosen wuchern will ich Landschaftsgärtner sein und Dich will ich endlich wieder sehen”.

    Beispiel: Element of Crime – Straßenbahn des Todes

    Auf freundliche Einladung des Betreibers dieser großartigen Website hin, werde nun auch ich hier in sporadischen Intervallen von meinen Erlebnissen am Herd berichten. Aller Voraussicht nach wird sich mein Programm aber Topf-inhaltlich eher als Kontrast zu Martins’ Einblicken in die Welt der traditionell schlesischen Küche abzeichnen. Oberste Zielsetzung ist eine ganz Eigensinnige: mein Experimentieren wurde leider nie dokumentiert, was dann in den Fällen schade ist wo sich ein erneutes zusammenbrauen gelohnt hätte – aber an mangelndem Erinnerungsvermögen scheitert. Diese Lücke soll ab jetzt meine Berichte hier füllen in dem ich Martins schönen Blog als Kochtagebuch missbrauche. Dafür darf sich auch jeder mit tolerantem Gaumen ans nachkochen wagen. Alle Aufzeichnungen hier erfolgen rein chronologisch – ein erscheinen zeugt also nicht von besonders erwähnenswertem Potential.

    Rezept Nr. 2: Banana Oyster

    Beginnen wollen wir heute mit dem ‘Banana Oyster’. Eine durchaus gewagte Geschmackskomposition, die sich mir aber sehr interessant erschloss. Ein Gericht dass beim Verzehr ein Lächeln erzeugt hat. Und das (je nach Definition des verwendeten Fungi) zum einen Vegan und zum andern auch recht gesund sein müsste. Einsetzbar als Hauptgericht oder Beilage. (weiterlesen…)

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  • Joseph Hader – Topfpflanzen

    Kabaret ist ja in unserem Sprachgebrauch fast schon ein Anachronismus, deutsche Abendunterhaltung heisst Comedy. Hier in Österreich ist das anders und das ist gut so: wer hier einen Schmäh macht, heisst Kabaretist. Von Gunkl zu Mundl, von Hader zu Dorfer – in den letzten Jahren habe ich ein paar Einblicke in diese besondere, österreichische Welt des Humors erhaschen können.
    Es folgt ein Beispiel, das uns der Herr Hader – seinerseits Schauspieler und Kabaretist – beschert hat. Ein subtil doppeldeutiges Werk aus seinem Programm “privat”.

    Joseph Hader – Topfpflanzen

    Wenn mir die Großstadt oder die Arbeit mal wieder zu hektisch werden gehe ich gerne in die Natur. Wenn das Wetter schlecht ist koche ich. Da habe ich in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, experimentierfreudig Rezepte ausprobiert, von erfahrenen Komillitonen gelernt und schließlich ein Hobby daraus entwickelt. Ich hatte zwar nie vor einen Kochblog zu betreiben, aber ich habe mich auf eine Informationslücke besonnen: Rezepte für traditionelle polnische Hausmannskost sind im deutschsprachigen Netz sehr rar und so habe ich mich dazu entschlossen, ein paar Spezialitäten der schlesischen Küche vorzustellen. Ich koche diese Gerichte ab und an. Zum einen, weil sie mich an Ferien bei Oma erinnern, zum anderen, weil sie einfach gut schmecken :)

    Rezept Nr. 1: Żurek

    Żurek (sprich: Schurek – mit rollendem R) ist ein besonders in Schlesien bekannter, deftiger Eintopf mit Wurst und Kartoffeln auf Basis eines sauren Roggenmehlansatzes. Die Vorbereitungszeit kann bis zu fünf Tage betragen, die Zubereitung dauert circa 45min und ergibt genug für eine Großfamilie. (weiterlesen…)

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  • Chefkoch Isaac Hayes

    Der Soundtrack zu Shaft, dem hierzulande wohl berühmtesten Vertreter des Blaxploitation-Films, bescherte dem amerikanischen Multitalent 1971 gleich zwei der begehrten Grammy Awards. Doch auch wenn im Laufe der Jahre ein dritter dazu kam, ist Isaac Hayes im kollektiven europäischen Gedankengut meiner Meinung nach unterrepräsentiert.

    Soul-Sänger, Musiker, Produzent und Schauspieler – von all diesen Qualitäten hatte ich lange Zeit keine Ahnung, aber: Hayes ist nicht zwingend ein Unbekannter. Die breite Masse Gleichaltriger wird ihn, wie ich, zumindest als Stimme des Chefkoch in der US-amerikanischen Cartoon-Serie South-Park zu lieben gelernt haben.
    Vielleicht weckt das bei euch Interesse. Hier nun also ein bescheidenes Angebot, sich in sein Werk zu vertiefen.

    Isaac Hayes – Walk on by

    Hyperbolicsyllabicsesquedalymistic!

    Kleiner Klassik-Appetizer

    Luigi Boccherini (1743-1805) war ein italienischer Komponist und Cellist der klassischen Kammermusik.

    Wem mache ich hier eigentlich was vor? Klassik ist für mich Neuland und ich habe nicht wirklich den nötigen Durchblick, um euch noch etwas Neues erzählen zu können. Will ich aber auch garnicht :)
    Neben Bach, Beethoven und Debussy zählt folgendes Minuett zu meinen absoluten Lieblingen. Und macht tierisch Lust auf mehr von dem guten, alten Zeug.

    Das Videomaterial ist qualitativ etwas dürftig, aber das macht nichts. Ich denke mir: Hey, 1743 waren Digitalkameras noch nicht so verbreitet. Aber auch die Tonqualität ist suboptimal – lässt sich wiederrum nicht entschuldigen (bitte schreiben Sie für mich ein paar böse E-Mails an Youtube). Dennoch: Vielleicht kann ich ja jemanden mit dieser Musik anfixen. Klassik-CDs sind recht günstig erhältlich.

    Luigi Boccherini – Streichquintet in E major, Minuett

    Avalon (2001 JP/PL) – znasz?

    Zugegeben: Für einen Moment war ich versucht zu suggerieren, es gelte als schamhafte Bildungslücke, Mamuro Oshii nicht zu kennen. Obwohl ghost in the shell zu den erfolgreichsten Anime-Filmen der Moderne zählt und eine deutsche Synchronisation regelmäßig über die heimischen Mattscheiben flimmert, wird japanisches Kino in Deutschland noch eher verhalten wahrgenommen. Kein Wunder also, dass Avalon so gut wie unbekannt ist.

    Klarer Fall von “Des g’hört g’ändert”: Dieses Science-Fiction Meisterwerk muss ich wärmstens empfehlen!

    Assoziationen mit dem Genre-Platzhirsch The Matrix sind wohl nicht zu vermeiden und mögen fälschlicherweise den Eindruck eines Abklatsches vermitteln. Daraus sollte man aber keine Rückschlüsse auf die Qualität ziehen: Avalon behandelt zwar thematisch ebenso virtuelle Welten und die Frage nach ihrer Realität, erzählt aber eine ausgereifte, eigene Geschichte.

    Es geht um Computerspiele. Mamoru Oshii zeichnet bereits 2001 eine düstere Vision, deren Thematik in den letzten Jahren zunehmends an Bedeutung gewonnen hat: Die Unterhaltungselektronik der Zukunft ist so weit entwickelt, dass für den Spieler eine virtuelle Realität ensteht – er befindet sich in einer computergenerierten Welt. Professionelle Spieler kämpfen in dieser um Punkte, Ansehen und schließlich bares Geld.
    Eines dieser Spiele ist jedoch verboten: eine Kriegssimulation, deren illegaler Charakter eine eigene Subkultur geschaffen hat. Dabei ist nicht nur der Suchtfaktor dieses Spieles eine Gefahr. Neben verwahrlosten Existenzen häufen sich Berichte von elitären Spielern, die während der Simulation in ein tiefes Koma gefallen sind.
    Für Ash, eine junge, erfolgreiche “Class A”-Kriegerin, verdichten sich die Hinweise auf einen Komplott, der hinter dem Verscheiden ihrer Mitstreiter steht. Sie beginnt die Suche und stößt dabei auf den Bishop, der sie in der virtuellen Welt zu beobachten scheint. Ein Action-Spektakel mit Tiefgang nimmt seinen Lauf.

    Avalon hat dabei so seine Besonderheiten: der Film wurde vollständig in Polen abgedreht, ist in polnischer Sprache und mit polnischer Besetzung. Auch die Schauplätze tragen zu einer starken europäischen Note dieses Filmes bei. Alles andere als ein Hollywood-Streifen, aber auch nicht typisch japanisch. Erfrischend europäisch, eben.
    Für mich als Landsmann lebt in Avalon das großartige alte, polnische Kino auf.

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