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Das Leben mit Standardabweichung

Archiv der ‘06_error_media’ Kategorie

Prädikat: Besonders easy-listening. Irgendwie scheinen die Menschen oben im Norden ein Händchen für Melodien zu haben. Wie zum Beispiel die rühmlichen Norweger Kings of Convenience. Moment, da gibt es doch eine weitere Parallele. Hmmm.
Okay, es ist spät und meine Finger haben keine Lust mehr auf Tippen. Ihr kommt schon drauf ;)
Also: einfach nur mal festgehalten:

Acid House Kings - This Heart is a Stone

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  • Sweet Sensation!

    Mit Led Zeppelin fing es an und hörte es auf. Für mich zumindest. Als ich mit 14 Jahren eine CD meines Vaters in die Anlage legte und Whole lotta love mit sattem Sound den Raum um mich herum erfüllte, begann für mich ein neuer Lebensabschnitt. Zwar fand er nie wirklich ein Ende, erschöpfte sich aber in der Qualität der Musik, sobald ich versuchte etwas Vergleichbares zu finden.

    Um mich nun des Vorwurfs zu erwehren, nichts anderes zu kennengelernt zu haben, möchte ich betonen, dass ich so ziemlich alle wichtigen Namen des Genres angehört habe. Waren auch viele gute Sachen dabei, keine Frage. Aber heute, keine zehn Jahre später, sehe ich in meinem Last.fm-Profil kaum eine Größe dieser Richtung und stelle fest, dass ich mehr Franz Liszt und Beethoven höre, mein Musikstil ruhiger geworden ist und ich den Hang zu melancholisch-melodischen Künstlern entwickelt habe.

    Ich bin des Rock aber keineswegs überdrüssig geworden. Die Erweiterung meiner Klanghorizonte war die treibende Kraft hinter dieser wohl normalen Entwicklung.

    Ich und meine LesPaul
    Ich im Jahre 2000 mit meiner Les Paul

    Meine Playlist versetzte mich heute mit einem Song zurück in diese Zeit, als ich die Nachbarn mit voll aufgedrehtem Verstärker zu malträtieren pflegte und der Bass das Hausdach abzuheben drohte. So gewinnt ein ehemals wenig beachteter Song von BRMC durch die Erinnerung an die unbeschwerte Jugend eine gänzlich neue Bedeutung. Ich lehne mich zurück und wiederhole eine Phrase in Gedanken…

    I fell in love with a sweet sensation.
    I gave my heart to a simple chord.
    I gave my soul to a new religion.
    Whatever happened to you.
    Whatever happened to my Rock’n'Roll.

    Black Rebel Motorcycle Club - Whatever happened (to my Rock’n'Roll)

    Lernziel: GUDE LAUNÄ!

    Eine weitere Youtube-Unterrichtseinheit: Matze erklärt Techno.

    Was elektronische Musik mit Hausbauen, Rasenmähen und Heckenscheren zu tun hat mag sich dem unbeteiligten Betrachter im ersten Moment nicht erschließen. Wer aber, wie ich, gerne Nächte in Clubs mit guten Beats durchtanzt, wird sich in der einen oder anderen Darstellung wiedererkennen.
    Ein Lob auf Matze, der uns diese Tanzkultur mit Feingespür und Sachkenntnis auf schwäbisch erläutert.

    Ein Sinn für Selbstironie wird für den Genuss dieses Videos strengstens empfohlen.
    Man beachte auch den freundlich lächelnden Typen bei 3:07min.

    Beats zum Abtauchen

    The Chemical Brothers - The Salmon Dance

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  • CD- / Band-ReviewFrüher waren MTV und VIVA meine primären Quellen für neue Musik. Last.fm gab’s da noch nicht, ja noch nichtmal Web 2.0. Der Willkür profitorientierter Programmchefs ausgesetzt kam also öfters mal vor, dass man eine Band nach einem einzigen Videoclip aburteilte, den Namen in Gedanken mit dem Prädikat “uninteressant” versah und so abspeicherte.

    So entgingen mir auch die 1991 in England formierten Tindersticks. Ausgerechnet Kurt Wagner weckte mein Interesse schließlich durch eine kurze Referenz an Stuart Staples während eines Solo-Auftrittes in Karlsruhe. Beide standen nämlich schon gemeinsam im Studio. Alleine daraus resultiert für mich die Verpflichtung, sich zumindest ein Mal aktiv mit der Band auseinanderzusetzen.
    Und, wen wundert’s, die Jungs sind erste Sahne!

    Dass es sich bei der Band um keine fröhlich-hippe Party-Posse handelt lässt die Zusammenarbeit mit Lambchop bereits vermuten und der ausgewählte Track ist zugegebenermaßen ein vor Leid strotzendes Beispiel, aber ich schreibe hier ja nicht für Top Of The Pops.

    Charakteristisch sind die verrauchte Bariton-Stimme von Frontmann Staples sowie orchestrale Arrangements mit wechselndem Instrumental. Manchmal dick aufgetragen aber stets wohl akzentuiert. Kombiniert mit Texten, die oft sehr geradlinigen Geschichten gleichen und ehrlich und einnehmend auf mich wirken. Eine weitere Band, deren vollständige Diskografie ich nach und nach erstehen werde :)

    Tindersticks - Dying slowly

    CD- / Band-ReviewErwähnenswert an Stephin Merrit’s The Magnetic Fields finde ich neben der vielfältigen Klangwelt und dem Triple-Album “69 Love-Songs” die cleveren Texte der 1990 in New York gegründeten Band. Ausnahmsweise habe ich hier keinen Geheimtip verpennt: Ich musste wohl erst reifen, um Zugang zu den oft schweren Songs zu finden. Aber das macht ja nichts, im Gegenteil. Es freut mich, ähnlich wie das Lösen einer komplexen mathematischen Aufgabe. Und so ist der ausgewählte Song kein schluchzendes Aushängeschild meines Gemütszustandes sondern ein fröhliches Bekenntnis zur polnischen Melancholie :)

    The Magnetic Fields - I don’t want to get over you

    I don’t want to get over you.
    I guess I could take a sleeping pill and sleep at will have to go through what I go through.
    I guess I should take Prozac, right, and just smile all night at somebody new, Somebody not too bright but sweet and kind who would try to get you off my mind.
    I could leave this agony behind which is just what I’d do if I wanted to, but I don’t want to get over you cause I don’t want to get over love.
    I could listen to my therapist, pretend you don’t exist and not have to dream of what I dream of.
    I could listen to all my friends and go out again and pretend it’s enough, or I could make a career of being blue.
    I could dress in black and read Camus, smoke clove cigarettes and drink vermouth like I was 17 that would be a scream but
    I don’t want to get over you.

    Andy McKee

    “Fingerstyle-Gitarrist und Komponist” habe ich zwar auch noch nicht gelesen aber die Songs des 28jährigen Amerikaners haben mein Interesse geweckt :)

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  • (Sittin’ at) the desk in my room

    “Synonymous with the term soul, music that arose out of the black experience in America through the transmutation of gospel and rhythm & blues into a form of funky, secular testifying.”
    Quelle: Rock&Roll Hall of Fame

    Otis Redding - Cigarettes & Coffee

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  • “The Divine National WHAT?”

    Theatralisch, humoristisch der Clip; orchestral und lebensfroh die Musik: Ich liebe diesen Song.
    Doch die vor übersprühender Freude strotzende Musik steht in krassem Widerspruch zum eher kritischen Thema des Videos. Nicht verwunderlich, sondern The Divine Comedy.
    Man kann gute Dinge nicht genügend würdigen.

    The Divine Comedy - “National Express”

  • Mehr zu The Divine Comedy auf errorb.log: Wahrhaftig, zapperlott!
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  • Wir bleiben in der Stimmung

  • Offizielle Website des Künstlers: www.ckoe.net
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