Da weiss man spontan nicht, ob man lachen oder weinen soll:

Automatischer Absturz

Anfang vergangener Woche sorgte in den USA die Meldung einer Onlinezeitung für Aufregung an den Finanzmärkten: United Airlines, eine der weltgrößten Fluggesellschaften, melde Konkurs an, wurde die Tageszeitung Sun Sentinel aus Florida zitiert. Der Börsenkurs von United brach um 75 Prozent ein. In zwölf Minuten wurden mehr als eine Milliarde Dollar vernichtet. Dabei hatte United gar nicht Konkurs angemeldet. Die Meldung war sechs Jahre alt und wurde aus Versehen von einem Computerprogramm, mit dem Google die Website der Zeitung durchsuchte, als neu ausgegeben.
- sueddeutsche.de

Ich will ja nicht in Science-Fiction abdriften und über den Kampf “Mensch gegen Maschine” philosophieren, auch nicht die Ursache ergründen – es bereitet mir Unbehagen zu erleben, dass die Kontrolle über dieses immer weiter wachsende Netz aus Daten und Informationen längst nicht mehr gewährleistet werden kann – die unvorhersehbaren Folgen werden dabei in Zukunft sicher nicht an Ausmaß abnehmen.

Dagegen sollte man etwas unternehmen. Oh – mein RSS-Reader meldet mir einen neuen Artikel in einem befreundeten Blog. Speichern; ALT+F4.

Die Ironie der Geschichte, die kein Mensch aktualisiert, redigiert und auf der Website veröffentlicht hat, ist laut Wall Street Journal die, dass anschließend die Aktie von United an der Börse teilweise auch ohne Zutun von Menschen verkauft wurde – Computerprogramme stoßen verlustreiche Aktien angeblich von alleine ab. Die Enthüllung und ihre Konsequenz – alles lief vollautomatisch.
- sueddeutsche.de