Auf freundliche Einladung des Betreibers dieser großartigen Website hin, werde nun auch ich hier in sporadischen Intervallen von meinen Erlebnissen am Herd berichten. Aller Voraussicht nach wird sich mein Programm aber Topf-inhaltlich eher als Kontrast zu Martins’ Einblicken in die Welt der traditionell schlesischen Küche abzeichnen. Oberste Zielsetzung ist eine ganz Eigensinnige: mein Experimentieren wurde leider nie dokumentiert, was dann in den Fällen schade ist wo sich ein erneutes zusammenbrauen gelohnt hätte - aber an mangelndem Erinnerungsvermögen scheitert. Diese Lücke soll ab jetzt meine Berichte hier füllen in dem ich Martins schönen Blog als Kochtagebuch missbrauche. Dafür darf sich auch jeder mit tolerantem Gaumen ans nachkochen wagen. Alle Aufzeichnungen hier erfolgen rein chronologisch - ein erscheinen zeugt also nicht von besonders erwähnenswertem Potential.

Rezept Nr. 2: Banana Oyster

Beginnen wollen wir heute mit dem ‘Banana Oyster’. Eine durchaus gewagte Geschmackskomposition, die sich mir aber sehr interessant erschloss. Ein Gericht dass beim Verzehr ein Lächeln erzeugt hat. Und das (je nach Definition des verwendeten Fungi) zum einen Vegan und zum andern auch recht gesund sein müsste. Einsetzbar als Hauptgericht oder Beilage.

Zutaten p.P. bei großem Hunger:
Frische Austernpilze (ca. 250g)
2 Bananen
½ kleine Zwiebel
Sojasauce
Weißwein trocken
Honig
Zitrone
Orangensaft
Balsamico Essig

Austerpilze vorsichtig waschen, von allem befreien was knorpelig ist und etwas trocken tupfen. Mit Zitrone beträufeln. Zwiebel in kleine Stücke. Nicht zu viel! Beides zusammen ungewürzt in einer beschichteten Pfanne in Margarine anbraten. Nicht zu heiß! Wenn sie fast durch sind, mit einem Schluck Weißwein ablöschen. Dann noch Orangensaft dazu, Sojasauce und Balsamico Essig. Es sollte soviel Flüssigkeit vorhanden sein, dass die Pilzlis schwimmen können. Das ganze aufkochen. Anschließend das ganze in ein Sieb abgießen und Flüssigkeit gut abschütteln. Einige Minuten zuvor haben wir die überreifen Bananen der Länge nach halbiert und die Schnittfläche mit Eukalyptus-Honig eingestrichen. Diese dann wiederum in Margarine oder Kokosfett kräftig anbraten von beiden Seiten. Anschließend alles auf Tellern (wer mag: quallenförmig ;)) angerichtet, die Bananen mit Salz und Pfeffer gewürzt und über alles noch etwas nicht zu scharfe Chiliflocken geflockt. Zubereitungszeit unter einer halben Stunde.
Mjam!