Das Leben mit Standardabweichung
16 Nov
Bei Langeweile oder Orientierungslosigkeit fragen Sie ihren Sohn oder Blogger.
5 Empfehlungen für den täglichen, hochqualitativen Trash- und News-Input.
Die tägliche Dosis Trash für den Netz-Junkie. Nach einer längeren Schaffenspause werden die Inhalte wieder regelmäßig aktualisiert und sind oft brand-aktuell. Die großzügigen Werbeflächen sind zu verzeihen, denn im Gegensatz zu so manch anderer Seite wird hier auf Kategorien wie “Babes” gottseidank verzichtet!
Link: Zur Webseite unf-unf.de
pasQualle - federleicht profan
Neben seinen schreiberischen Tätigkeiten für das goon-Magazin veröffentlicht pasQualle regelmäßig Beiträge im Rahmen seiner Sub-Kultur. So findet man im Blog neben persönlichen Inhalten auch sozialkritische Auseinandersetzungen sowie hochaktuelle Ereignisse in Film, Musik und Web.
Auf seinen Gechmack ist Verlass und so empfiehlt sich der regelmäßige Besuch der Webseite, um am Geschehen in der Welt des Indie dranzubleiben.
Link: Zum Blog pasQualle
ahoipolloi - ein füllhorn voller fühlhörner
Während die Cartoons für viele einfach nur schlecht gezeichnet sind, sind sie für mich vor allem eines: absoluter Kult! Grobes Wissen um das aktuelle Zeitgeschehen ist die Voraussetzung für den Genuss des herrlich derben Humors (Zitat: “Für oder gegen das Vergessen oder so - Amnesie International”). Beinahe täglich werden die Gags ergänzt und so hat sich bereits eine beachtliche Menge an Lachern angesammelt. Vor allem ein Besuch der Klassikergallerie sei jedem wärmstens empfohlen. Gude Laune!
Link: Zur Webseite ahoipolloi
Extralife - by Scott Johnson
Scott Johnson ist ein Mann mit Humor. Und den teilt er mit der ganzen Welt. Seine Dilbert-Comics sind mittlerweile zu einer Institution unter Nerds geworden, aber bei weitem nicht das einzige, was die Webseite zu bieten hat. Wer der englischen Sprache mächtig ist findet hier täglich feinsinnige Anekdoten, skurrile Beobachtungen und vor allem viele ulkige Zeichnungen.
Link: Zum Blog Extralife
Moleskine Project
Auch wenn das wohlfeil klingen mag, aber bei dieser Website handelt es sich um ein besonders nobles Projekt. Der Reiz liegt für mich in der Tatsache, dass es privat betrieben wird: Künstler bieten anderen Gleichgesinnten eine kostenlose Platform zur Veröffentlichung und Diskussion ihrer Werke, ohne elitäre Ansprüche zu erheben und zu selektieren. Es lohnt sich, immer mal wieder reinzuschauen.
Link: Zum Moleskine Project
16 Nov
Früher waren MTV und VIVA meine primären Quellen für neue Musik. Last.fm gab’s da noch nicht, ja noch nichtmal Web 2.0. Der Willkür profitorientierter Programmchefs ausgesetzt kam also öfters mal vor, dass man eine Band nach einem einzigen Videoclip aburteilte, den Namen in Gedanken mit dem Prädikat “uninteressant” versah und so abspeicherte.
So entgingen mir auch die 1991 in England formierten Tindersticks. Ausgerechnet Kurt Wagner weckte mein Interesse schließlich durch eine kurze Referenz an Stuart Staples während eines Solo-Auftrittes in Karlsruhe. Beide standen nämlich schon gemeinsam im Studio. Alleine daraus resultiert für mich die Verpflichtung, sich zumindest ein Mal aktiv mit der Band auseinanderzusetzen.
Und, wen wundert’s, die Jungs sind erste Sahne!
Dass es sich bei der Band um keine fröhlich-hippe Party-Posse handelt lässt die Zusammenarbeit mit Lambchop bereits vermuten und der ausgewählte Track ist zugegebenermaßen ein vor Leid strotzendes Beispiel, aber ich schreibe hier ja nicht für Top Of The Pops.
Charakteristisch sind die verrauchte Bariton-Stimme von Frontmann Staples sowie orchestrale Arrangements mit wechselndem Instrumental. Manchmal dick aufgetragen aber stets wohl akzentuiert. Kombiniert mit Texten, die oft sehr geradlinigen Geschichten gleichen und ehrlich und einnehmend auf mich wirken. Eine weitere Band, deren vollständige Diskografie ich nach und nach erstehen werde
Tindersticks - Dying slowly
16 Nov
Erwähnenswert an Stephin Merrit’s The Magnetic Fields finde ich neben der vielfältigen Klangwelt und dem Triple-Album “69 Love-Songs” die cleveren Texte der 1990 in New York gegründeten Band. Ausnahmsweise habe ich hier keinen Geheimtip verpennt: Ich musste wohl erst reifen, um Zugang zu den oft schweren Songs zu finden. Aber das macht ja nichts, im Gegenteil. Es freut mich, ähnlich wie das Lösen einer komplexen mathematischen Aufgabe. Und so ist der ausgewählte Song kein schluchzendes Aushängeschild meines Gemütszustandes sondern ein fröhliches Bekenntnis zur polnischen Melancholie
The Magnetic Fields - I don’t want to get over you
I don’t want to get over you.
I guess I could take a sleeping pill and sleep at will have to go through what I go through.
I guess I should take Prozac, right, and just smile all night at somebody new, Somebody not too bright but sweet and kind who would try to get you off my mind.
I could leave this agony behind which is just what I’d do if I wanted to, but I don’t want to get over you cause I don’t want to get over love.
I could listen to my therapist, pretend you don’t exist and not have to dream of what I dream of.
I could listen to all my friends and go out again and pretend it’s enough, or I could make a career of being blue.
I could dress in black and read Camus, smoke clove cigarettes and drink vermouth like I was 17 that would be a scream but
I don’t want to get over you.
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