Das Leben mit Standardabweichung
27 Okt
Quelle: progressiveboink.com - (c) Universal Press Syndicate
Der Verweis auf die wahrhaftigen Giganten unter den Comicfiguren darf in einem Blog mit dem Selbstanspruch, pädagogisch bewertet nicht das Sinnloseste zu sein, freilich nicht fehlen: Calvin and Hobbes.
Progressive Boink: 25 Great Calvin and Hobbes Strips.
23 Okt
Also ich habe jetzt nicht wirklich eine Ahnung wie die Zimmer sind, ob der Service stimmt und was der Laden kostet, aber wer demnächst ein Hotel in einer deutschen Stadt sucht, dem seien die Holiday Inn Häuser der MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG ans Herz gelegt.
Verdient gemacht hat man sich mit folgendem, nun im Netz kursierenden Brief, an zwei Herren von der NPD:
An die:
NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 DresdenDresden, 18. Oktober 2007
Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden
Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.
Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.
Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.
Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.
In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir
mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KGJohannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer
Quelle: hpd-online
Applaus für Ihre Courage, Herr Lohmeyer - unsere Sympathien in dieser Sache sind Ihnen sicher, ihr Haus werden wir künftig mit Freude besuchen
1 Okt
Ich erinnere mich ziemlich gut an das Ereignis: ich bin circa sechs Jahre alt und habe gerade einen Milchzahn verloren, als Muttern mir die Olympus-Kamera mit Vierundzwanziger-Kodak-Film vor die Goschn hält um ein Bild lückenhaften Lächelns für Oma zu schießen.
Nun, entweder ist das nur für Parentalgenerationen ulkig oder ich musste Selbstironie in 15 Jahren hart erlernen, weil ich nicht mit dem Segen geboren wurde schon mit 3 wie das Kind in der Fernsehwerbung in Linsen zu grinsen. Familienalben, jedenfalls, zeugen davon, dass ich in der Kindheit eine wahrliche Kackbratze war. Zumindest was Fotos angeht * hüstel *
Da kann ich nur von Glück reden, nicht im digitalen Zeitalter geboren zu sein: Heute hätte ich im zarten Alter von sechs wahrscheinlich schon längst ein Profil auf myspace, im KindergartenVZ und natürlich in meinem Blog - grafische Selbstdarstellung, freilich, mit eingeschlossen.
Dabei will ich garnicht wissen, wie das in dem Alter mit der Absicht so ausgesehen hätte. Oder doch?
Retrospektiv, mit einer gewissen Prise Selbstironie betrachtet also, wäre es wohl ganz lustig gewesen.
Frage mich nur, wie man auf solche Jugendfotos in Zukunft blicken wird. Besonders interessiert es mich, wie wohl folgender User in zwanzig Jahren über sein Selbstportrait denken wird….

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