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Das Leben mit Standardabweichung

Archiv für Juni, 2007

“Massiv” – die (Back-)Pfeife

Zutiefst betroffen musste ich heute von der tragischen Begegnung des palästinensischen Gangsta-Rappers Massiv mit der Abendgesellschaft eines türkischen Kulturzentrums lesen, in deren Rahmen es zu gewalttätigen Ausschreitungen mit mehreren Leichtverletzten kam:

Massenschlägerei nach Konzert: Zuschauer greifen Rapper “Massiv” an - Spiegel Online

Zugegeben, es fällt mir etwas schwer, mich in die Situation zu versetzen. Das Rap-Business mit seinen ungeschriebenen Gesetzen ist mir ein Rätsel. Sollen Schlägereien die eigene Street-Credibility untermauern? Gehört es zum guten Ton, seine Gastgeber bereits zu Beginn des Auftrittes massiv zu beleidigen?
Soviel (Wort-)Gewalt um Nichts – für mich spricht hier die pure Verzweiflung:

“Ihr wollt’n Ghetto-Lied, auf’n Ghetto Beat. Kommt nach Wedding, dann wisst ihr wo das Ghetto liegt. Das ist mein Bezirk, geh hier nicht weg, liebe meine Brüder, widme ihnen diesen Track.”

Berlin-Wedding ist das Karrieresprungbrett des Pro-Rappers, der beim Major Sony untergekommen ist. Dabei dürfen wir seine Herkunft nicht vergessen. Massiv kommt nämlich aus Pirmasens/Pfalz. In nur zwei Jahren hat er es also geschafft, sich zu kleiden und zu verhalten wie ein Junge aus dem Ghetto. Das ist schon eine brave Leistung, Sony weiß dies sicher gebührend zu entlohnen. Da kommt auch eine Massenschlägerei gelegen: Medienwirksam umgesetzt ist sie Teil der bitter notwendigen Publicity eines Emporkömmlings, dessen größtes Problem ein unglaubwürdiges Image ist.
Man kann es ihm auch nicht übelnehmen: Seine eigene Identität zu verkaufen und die Klischees einer benachteiligten Gesellschaftsschicht auszubeuten sind in der knallharten Musikbranche sicher nicht die letzten Opfer, die zu erbringen man bereit sein sollte. Insofern stelle ich mir vor allem eine Frage:

Hätte er die Backpfeifen nicht schon früher verdient?

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  • “Schalalalalala Punker…

    …meine Cessna steht im Hangar. Ich wünsch mir Ziele, ungestörte, ohne…”

    PRÜFUNGEN!

    Prüfungsmarathon beginnt heute um 9Uhr MET mit der Abschlussprüfung in Pathophysiologie.
    16 Uhr: Nephrologie.
    Weitere Prüfungen: Donnerstag, Montag, Mittwoch.

    Mein Frühstück für B-Champions besteht aus einem Glas O-Saft, 2 Tassen Kaffe, 2 Zigaretten und dem sehnsüchtigen Wunsch nach Rühreieern mit Speck und geschmierten Brötchen. Ich habe nichtmal Labskaus :(

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  • Still Life

    Schaurig guter Kurzfilm!

    Director: Jon Knautz | Canada
    Dauer: 8:35 min

    Quelle: Atomfilms.com

    Super Furious Animation

    “Kennen Sie das Gefühl, bis zum Halse in Scheisse zu stecken?
    Lassen Sie den Kopf nicht hängen”

    Mehr gute Laune gibt’s wieder auf YouTube.

    Heute: Die walisischen psychodelic Rocker Super Furry Animals mit einer drei Songs umfassenden Playlist für den schnellen audiovisuellen Genuss:

  • It’s not the End of the World
  • Juxtapozed with U
  • Rings around the world
  • Subjektiv betrachtet:

    American Beauty - Die Flatternde Tüte

    christian: die im wind flatternde plastiktüte aus american beauty kennse?
    christian: und die mona lisa kennse auch?
    martin: ja
    christian: objektiv betrachtet hat die tüte keine chance gegen die mona lisa, weil man maßstäbe braucht, um sie zu beurteilen
    christian: wie ist “es” gemacht worden? wie hat der produzent es entwickelt, was hat er sich dabei gedacht?
    christian: aber subjektiv… ist die tüte, wenn der junge aus american beauty in sich hineinlauscht, GOTT für ihn… und das schlägt die mona lisa.

    “Good Night and Good Luck!”

    Good Night and Good Luck!

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  • pasQualle 3.0

    Herzlichen Glückwunsch zu Deiner eigenen WP-Platform :)

    pasQualle

    www.pasqualle.com

    Wahrhaftig, zapperlott!

    Neil HannonAls Ohrwurm hätte ich ihn derweil nicht mehr bezeichnet. "A Lady of a certain age" von The Divine Comedy ist laut last.fm dennoch der meistgehörte Song meiner Playlist, ein Klassiker meines Repertoires, nachwievor demonstrativ ein Aushängeschild meiner musikalischen Leidenschaft und läuft heute wieder in Schleife. Noch nie fühlte ich mich so vermeintlich intelligent wie in jenem Moment kurz nach Feierabend, in dem mein iPod mir die Muse verlieh ein weiteres Geheimnis dieses Liedes zu entdecken:

    "You had to marry someone very, very rich, so that you might be kept in the styles of which you had all of your life been acustomed to, but that the socialist had taxed away from you".

    Zu Deutsch: "Du musstest jemanden sehr, sehr reiches heiraten um den Lebensstil zu bewahren, den Du Dein ganzes Leben gewohnt warst, den die Sozialisten Dir aber durch Steuern genommen haben".
    Ist es vermessen, eine so subtile Andeutung des Verscheidens ihrer Eltern als genial zu bezeichnen? Vielleicht.
    Was ich nicht vermessen finde, ist es eine Bildungslücke zu nennen, The Divine Comedy nicht zu kennen.

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  • Festgehalten

    Ort: Salzburg.

    Datum: Siehe Datenbank.

    Ereignis: Befreiend. Das Ende der schlaflosen Nächte. Nach 6 Monaten!

    Morgen vielleicht schonwieder ganz der Alte? 

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