Das Leben mit Standardabweichung
23 Sep

“The blue sky. Blue, feeling blue. True Blue. Boyscout Blue.”
Der Englisch-Professor Nicholas Rombes (Universität Detroit Mercy) führt auf seiner Homepage eine etwas andere Filmanalyse des David-Lynch-Klassikers “Blue Velvet” durch: Er kommentiert den Film Bild für Bild.
Er hat sich vorgenommen, diesen Film Bild für Bild zu analysieren und sich zu jedem ein paar Gedanken aufzuschreiben. Da der Film aber über zwei Stunden dauert, mit einer Bildrate von 24 Stück pro Sekunde, dürfte er knapp ein Jahrtausend für den ganzen Film benötigen – wenn er sich, wie angekündigt, zwei bis drei Bilder pro Woche anschaut. Laut Rombes sei das Ganze ein Experiment gleich der Art des Films: Er verkörpert die Schwelle zwischen Analogem und Digitalem, verbindet dabei verschiedene Strömungen: Avantgarde, Surrealismus, Postmoderne, Klassik, Experiment und Mainstream. Der Professor versteht sein Projekt als eine Form der “langsamen” Kritik an der Hypergeschwindigkeit des digitalen Zeitalters. Die Anmerkungen, die er zu den einzelnen Bildern macht, sollten ursprünglich nicht mehr als fünf Sätze lang sein, doch mittlerweile schweift er gerne aus und bezieht sich auch mal auf mehrere Bilder.
“Geduld, Geduld. Ich bin sehr versucht, vierzig, fünfzig Bilder bis zum Auftauchen der roten Blume zu überspringen, aber ich halte an meinem Konzept fest. Bald wird ein kleiner weißer Vogel auftauchen und von links nach rechts durchs Bild fliegen, und es wird ein paar Wolkenbewegungen geben.”
9 Antworten für "Blue Velvet - Bild für Bild"
ROFL
Genial!!!
Btw: witzisch geschrieben
Meine Güte, um so mehr ich mir von der Site anschaue wird mir bewusst, wie wenig ich über David Lynch weiss.
ICH HABE BLUE VELVET NOCH NIE GESEHEN!
Steinigung, Steinigung!
David Lynch ist neben Stanley Kubrick einer DER Regisseure. Seine Filme sind Meisterwerke!
Joar, konnte mit denen die ich bisher gesehen hab leider nie viel anfangen - die Geschichten sind sehr komplex und oft verwirrend. Man nehme nur “Rabbits”
Kubrick, volle Zustimmung. Bei mir kommen an zweiter Stelle die Coen-Brüder - Ich liebe diese simplen und schönen Geschichten mit den wahnwitzigen Bildern.
Übrigens: Kam gestern beim Schau’n mal wieder auf den Trichter, dass die “Fabelhafte Welt der Amélie” ein absolut überragender Streifen ist - jedes Mal wenn ich ihn sehe freue ich mich auf unser neues Haus
Auch der neue von Jean-Pierre Jeunet, Mathilde, hat mir sehr gefallen.
wtf du hast mathilde gesehen? man den wollte ich auch schon ewig lange mal sehen. fand auch den “wahnsinnig verliebt” ebenfalls mit audrey tautou sehr geil. liegt vielleicht auch daran dass das audrey irgendwie sehr süß ist.
irgendwie schon
*gg*
stimmt, SEHR süß!
Mathilde hatte ich letztens i nder Videowelt schon in der Hand, muss ich unbedingt sehn!
Der link ist offline, kann das sein??
Danke für den Hinweis.
schade!
So ne grindige Scheisse
Sodale, auf Druck unseres Ministeriums für Netzrecherche haben die netten Herren die Seite wieder online gebracht
Scheint da wohl ein Problem mit Backups gegeben zu haben.
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