Das Leben mit Standardabweichung
24 Jul
Wie war das mit dem Reisen nochmal? Aus Kindheitserinnerungen weiß ich ungefähr, dass man dafür sowas wie ein Transportmittel benötigt. Auf meinen Reisen hatte ich auch immer eigene Musik dabei. Damit stets ein wenig zu Hause da ist, wenn die Fremde anfängt, einem grausig zu werden.
Heute ist das Gott sei Dank anders: Das Zeitalter der Kommunikation verändert unseren Alltag laufend, die fortschreitende Innovation stattet uns mit mehr und mehr technischem Hilfsgerät aus. Welch Freude.
So labt sich der Internet-User derweil an einer weiteren Alltagserleichterung: Dank zukunftsweisender Software wie NASA WorldWind oder Google Earth bleibt uns die Qual des Urlaubs in Zukunft erspart. Reisen gehört der Vergangenheit an. Fast. Denn: Der unkostenvermeidungsbewusste Bürger von morgen kann, abhängig der Bandbreite, genüsslich jeden Winkel der Erde bequem vom trauten Heim aus besuchen.
Dies ermöglichen die beiden oben erwähnten, kostenlosen Programme, welche derzeit den “State of Art” in Globus-Schwirr-Software darstellen. Der Trend ist eindeutig: Es ist längst kein Privileg nordamerikanischer Softwarehersteller mehr, Reisen per Mausklick anzubieten. Mit GEOSPACE erhalten die Riesen NASA und Google im September ernsthafte Konkurrenz von einem Reise-Fernerkundungsdienst aus Österreich: Geplant ist eine komfortablere Navigation, Datenbank und abdeckend höhere Auflösungen. Zudem wird die Software auf DVD publiziert - im Gegensatz zur amerikanischen Konkurrenz, die einen Internetzugang benötigt.
Virtuelles Reisen entwickelt sich rasend und ist definitiv ein Markt mit Zukunft. Wer sich vor dem Eingestehen eventueller Geographie-Bildungslücken bewahren will, sollte unbedingt Google Earth ausprobieren. Ist die Software installiert, findet sich auf der Webseite der Google Earth Community eine Fülle an sehenswerten Orten weltweit. Unabhängig vom Finanzstatus ist es so jedem Bürger möglich, den Hollywood-Hügel oder die Kieztanke an der Reeperbahn mal mit eigenen Augen zu sehen.
Die Erlebnisqualität ist aufgrund der heutzutage noch beschränkten Hardware-Ressourcen zwar eher begrenzt. Doch die Redaktion von errorblog.com ist sich sicher, dass zeitaufwändiges, kostspieliges und risikoreiches Reisen in Zukunft der Vergangenheit angehört und jeder bequem über Los Angeles gleiten kann. Gemütlich auf dem Sofa sitzend.
19 Antworten für "Kieztanke Esso; Reeperbahn"
Microsoft hat nun seinen eigenen, browserbasierten Dienst ins Netz gebracht. Virtual Earth befindet sich noch in der Beta-Phase. Meiner Meinung nach kann es Google Earth aber bei weitem nicht das Wasser reichen: veraltete Karten, miserable Navigation und lückenhafte Abdeckung speziell Europas.
Link: Virtual Earth
Kommentieren